Mittwoch, 18. Oktober 2017

"Junges Mädchen" und "Großmutter" von Hans Volkert

Vor über 6 Jahren schrieb ich hier im Blog eine Erinnerung an Hans Volkert 1878-1945, siehe:


Dieser Tage bekam ich von einer netten Blogleserin zwei Originalgrafiken von Hans Volkert, die ich auch den Lesern meines Blogs, und da natürlich den Kunstfreunden, nicht vorenthalten möchte.
 
 

 

Dienstag, 17. Oktober 2017

Fische und Zwerghuhn Braunchen in der Herbstsonne

Als wenn die Fische im Gartenteich wüßten, daß es bald zur Winterruhe geht und sie die letzte warme Sonne, die es heute am 17. Oktober 2017 noch einmal gab, ausnützen müßten, denn stundenlang sind sie an der Wasseroberfläche und dies nur an den sonnigen Ecken.

Auch das kleine Zwerghuhn Braunchen hat sich heute zum Eierlegen nicht etwa den schattigen Stall ausgesucht, sondern die sonnige auf der Terrasse stehende Hundebox, die ich als Hühnernest umfunktioniert habe.



Sonntag, 15. Oktober 2017

Gartenzauber am 15. Oktober 2017

Was für ein warmer und sonniger Tag, heute am 15. Oktober 2017!

Da muß man einfach den Fotoapparat zücken und im Garten fotografieren!


















Donnerstag, 12. Oktober 2017

Armes Kalb: Abfallprodukt der Milchindustrie



Trügerisches Idyll! Während Hunde und Katzen vom Menschen verwöhnt werden, wird so ein Kälbchen vom Menschen vollkommen abartig behandelt! 

Milchviehhaltung ist ein abscheuliches Verbrechen an Tieren. Bereits kurz nach der Geburt wird das Kalb von der Mutterkuh getrennt, denn ihre Milch ist nur für den Menschen bestimmt, der sie säuft, obwohl er sie als Nahrungsmittel absolut nicht benötigt. Schon diese Trennung des Kalbes von der Mutter, ist sowohl für das Kalb, wie auch für die Kuh, ein einschneidendes grausames Erlebnis.

Die entmenschten Bauern, die das so machen, würden aufschreien, wenn man das mit ihnen auch so machen würde, wenn man jedes Kind sofort nach der Geburt der Mutter wegnehmen würde. Die weiblichen Kälber werden aufgezogen. Ihre Milch soll dem Landwirt das schändliche Einkommen sichern. Ein Einkommen welches durch Tierleid entsteht ist tausendmal unmoralischer als Einkommen durch Prostitution oder Diebstahl.

Einzelhaltung von jungen Kälbern

Die Kälber kommen eine ganze Weile in enge Einzelboxen und das bei Tieren die einen unwiderstehlichen Drang zum Rumtoben und einer Herde haben. Diese Kälberiglus sind der Horror und werden bei 99,9 % aller Kälber in Deutschland angewendet.

Doch was passiert mit den männlichen Kälbern? Sie sind quasi wertlos, als Milchrassetiere setzen sie kaum Fleisch an. "Panorama - die Reporter" hat sich auf die Spur der ungeliebten Kälber begeben, siehe dieses Video:



Abscheulich, diese blonde deutsche Hexe, die deutsche Bäuerin, die ihre Kälber in einem „Vorzeigebetrieb“ mästet, ohne daß diese je mal ins Freie kommen, tagtäglich nur rumstehen müssen, ohne Abwechslung und dazu mit künstlicher Milch gefüttert werden, die kein Eisen enthält, was Magengeschwüre zur Folge hat, an der die Kälber leiden, leiden, nur weil sie dadurch weißes Fleisch bekommen, welches die abartigen deutschen Verbraucher mehr schätzen als rotes Fleisch.

Wer nun aber meint, früher wäre es nicht so sadistisch zugegangen, der irrt. Schon seit rund 200 Jahren halten die Bauern ihre Kälber, in damals noch dunklen Ställen am Strick, diese Tierquälerei ist also nicht neu. Ein durch und durch abscheulicher Beruf: Bauer mit Viehhaltung, der auf der gnadenlosen Ausbeutung des Tieres besteht, damit die Bauernsippschaft gut leben kann. 
 
Deutschland ist überbevölkert und überfremdet, aber dennoch sind mir 1000 Asylanten lieber als 1 deutscher Bauer der sein Einkommen durch Viehhaltung verdient! 
 
Nur in der Kunst ist ein Rind frei!
 
„Was bedeuten alle Kriege, alle Verbrechen, alle Gräueltaten, die Menschen an Menschen begehen, gegenüber dem Wüten und Morden der Menschheit in der Tierwelt? Nichts, absolut nichts, sie sind dagegen eine quantité négli-geable, eine unbedeutende, vernachlässigbare Größe.“

Dr. Gunter Bleibohm aus „Widerrede II“

Samstag, 7. Oktober 2017

7. Oktober - Gründung der DDR

7. Oktober - 40 Jahre lang Feiertag in der DDR

Vor ein paar Tagen, am 3. Oktober, wurde mal wieder der „Tag der deutschen Einheit“ gefeiert. Daß es erst 1990 zur Einheit (besser: Anschluß der DDR an die BRD) kam und nicht schon Anfang der 1950er Jahre, lag nicht an den Sowjets oder den SED-Machthabern in Ost-Berlin, sondern einzig und allein an den Westmächten und der CDU-Regierung unter Adenauer in Bonn, denn Stalin bot ja bekanntermaßen in seinen „Stalinnoten“, siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Stalin-Noten, an, daß alle Besatzungsmächte abziehen sollten und Deutschland ein neutrales ungeteiltes Land, so wie Österreich, werden sollte. Dies lehnte der Westen ab, damit war er es der die Teilung Deutschlands bis 1990 zu verantworten hatte.

Die Krokodilstränen die all die Jahre vom Westen vergossen wurden und die noch heute vergossen werden, wegen der Teilung Deutschlands, an dem angeblich der Osten Schuld hatte, die waren und sind plumpeste Verdummung der Deutschen. Noch bis Anfang der 60er Jahre wollte man auch seitens der DDR ein gemeinsames neutrales Deutschland, frei von Nato und Warschauer Pakt.

Schon 1948, am 13.06.1948, fand ein noch von allen politischen Kräften in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) unterstütztes Volksbegehren für eine "Unteilbare deutsche Republik“ statt und ca. 14,8 Millionen Wähler stimmten dafür. Dieses Volksbegehren wurde in den anderen drei Besatzungszonen durch die Westalliierten verboten und trotzdem stimmten auch hier ca. 1,5 Millionen Wähler für EINEN deutschen Staat! Im Mai 1954 fand in Ost-Berlin der II. Nationalkongress der Nationalen Front statt. Dieser war einberufen worden, da die Mehrheit der DDR-Bürger eine offizielle / politische Absage an die Hoffnung auf eine Wiedervereinigung Deutschlands ablehnte. Als Ergebnis dieses Nationalkongresses wurde an die Volkskammer und den Deutschen Bundestag der Vorschlag unterbreitet, eine Volksbefragung über den Abschluss des EVG -Vertrages (EVG = Europäische Verteidigungs Gemeinschaft. Die Unterzeichnung der BRD zum Beitritt zur 'EVG' hätte die entgültige Trennung Deutschlands und das Ende des Besatzungsstatus/4-Mächte-Abkommen bedeutet. Obwohl bereits in der Bundesrepublik bestätigt, widersprach Frankreich dennoch der Ratifizierung auf Drängen der UdSSR und so kam die EVG nicht zustande. Wenig später trat die BRD jedoch im Mai 1955 der NATO bei.) oder eines Friedensvertrages durchzuführen. Vom 24.-26.06.1954 fand eine Volksbefragung in der DDR statt. Ca. 93,5 % aller Wahlberechtigten DDR-Bürger stimmten dabei für 'Friedensvertrag statt EVG'. Es war also die Mehrheit für den Abzug aller Besatzungsmächte aus Deutschland und damit auch für den Abzug der Sowjetischen Besatzungstruppen aus der DDR!

Daß ab Anfang der 60er Jahre, und besonders nach dem Mauerbau, sich auch der Osten von der Idee eines einheitlichen neutralen Deutschland verabschiedete, lag daran, daß der Westen dies nicht wollte und dies über ein Jahrzehnt lang sabotiert hatte und durch den Tod Stalins, welcher dieses neutrale einheitliche Deutschland aus geopolitischen Gründen gern gewollt hätte, was seine Nachfolger nicht mehr präferierten.

Aus meiner Sammlung von Abzeichen das Abzeichen von 1954 des II. Nationalkongresses „Für das einheitliche demokratische Deutschland“:




Es ging schon los mit der einseitigen Währungsreform Westdeutschlands, womit die Spaltung eingeleitet wurde, dann weiter mit der einseitigen Ausrufung der Bundesrepublik Deutschland, am 23. Mai 1949, allein auf westdeutschem Gebiet.

Nein die westdeutschen Spalter und Seaparatisten wollten lieber einen Teil Deutschlands mit Westbindung, die Einheit Deutschlands war ihnen trotz Sonntagsreden egal. Daß der einst einheitswillige Osten dann auch später auf Spaltung setzte, ist nur die Folge dessen.

In den Monaten Februar und März 1948 fand in London eine Konferenz von 6 Mächten statt (USA, Großbritannien, Frankreich, Niederlande, Belgien und Luxemburg) wo die Weichen über die Bildung eines westdeutschen Separatstaates innerhalb des „Brüsseler Paktes“, einem Bündnis „zur Wahrung westlicher Interessen“, gestellt wurden. Mit der separaten westdeutschen Währungsreform vom 20. Juni 1948, der Einführung einer separaten Westwährung, wurde die Spaltung Deutschlands vom Westen weiter voran getrieben und mündete dann 1949 in die Gründung des separaten westdeutschen Staates Bundesrepublik Deutschland. In der sowjetisch besetzten Zone hielten sowohl die sowjetischen Besatzer, wie auch die ostdeutschen Politiker, an der Einheit Deutschlands fest, waren aber gezwungen dann auch einen eigenen Staat zu gründen, was dann sehr viel später als in Westdeutschland, am 7. Oktober 1949 geschah.

Dieser „Todestag“ der DDR, der 3. Oktober 1990, der wird nun immer groß als „Tag der Einheit“ gefeiert, vor allem von denjenigen, welche die vielen Jahrzehnte vorher nichts für ein ungeteiltes Deutschland getan haben.

Die „Einheit“ hätten wir Ostdeutschen schon zu Stalins Zeiten haben können, der sie dem Westen anbot, in seiner bekannten „Stalinnote“. Die westlichen Siegermächte, USA, Großbritannien und Frankreich, lehnten ab, denn Bedingung Stalins wäre die Neutralität Deutschlands gewesen, ähnlich dem österreichischen oder finnischen Modell. Das wollten die Westalliierten nicht, denn Westdeutschland sollte als westlichster Vorposten propagandistisch und auch militärisch gegen den kommunistischen Osten aufgebaut werden, ein neutrales Land nützte den westlichen kalten und heißen Kriegern nichts, abfällig sprach man von einer „Finnlandisierung“, die man nicht wollte. In Adenauer fanden die westlichen Siegermächte einen willfährigen Vollstrecker dieser Trennung, der nach Außen hin Krokodilstränen über die deutsche Teilung weinte, der sie aber erst schuf, natürlich immer auf Weisung der Westmächte.

Die Teilung wurde in mehreren Schritten vollzogen, erst durch die einseitige Währungsreform in den Westzonen, mit eigenem Geld, dann im Mai 1949 durch die Gründung der Bundesrepublik Deutschland nur in den Westzonen. Die Ostzone war gezwungen nachzuziehen und am 7. Oktober wurde dort die Deutsche Demokratische Republik gegründet. An der Einheit des Landes wurde im Osten noch lange festgehalten, aber nicht mit der restlosen Preisgabe des Ostens an den Westen, das hätte natürlich Moskau, wie dann 40 Jahre später unter Gorbatschow, nicht gestattet. Wir Ostdeutschen waren die Leidtragenden der westdeutschen Spalter und deren Hintermänner in den USA, Großbritannien und Frankreich, denn nach dem Tode Stalins wollten die Machthaber in Moskau nun auch kein neutrales Deutschland mehr und die Teilung wurde immer stärker.

Den „schwarzen Peter“ als Einheitsfeind konnte der Westen dann 1961 dem Osten, wegen des Baus der Mauer, zuschieben. Daß diese Mauer allerdings wegen des ökonomischen Drucks auf die DDR gebaut wurde, da die DDR langsam ausblutete, da hunderttausende Fachleute in den Westen umsiedelten, ein Druck der vom Westen geschürt wurde, dies wurde später immer gern verschwiegen.

Leider verspielte die DDR ihre Chance ein wirklich alternatives besseres Deutschland auf ihrem Territorium aufzubauen. Die antikommunistischen revisionistischen Cliquen, die Mitte der 60er Jahre in der DDR an die Macht gekommen waren, bauten nicht den Sozialismus auf, sondern einen Sozialfaschismus kleinbürgerlicher Art, der letztendlich nur noch durch Repression zu halten war. Kinderkrippen, Jugendwerkhöfe, Stasi - sind nur ein paar Namen die negativ mit der DDR verbunden werden müssen.
 

Donnerstag, 5. Oktober 2017

Zum "Tag des Lehrers"

Der Traum der Lehrerin, Aquarell von Viktor Leyrer, 20er Jahre


Alles ist mal wieder anders, während zu DDR-Zeiten der „Tag des Lehrers“ am 12. Juni war, so ist er in der jetzigen Bundesrepublik am 5. Oktober. Nun, egal, Lehrer waren und sind immer die größten Büttel des jeweiligen Systems und wie man bei den DDR-Lehrern sehen konnte, die besten Wendehälse, eben immer die Fahne nach dem Wind tragen. Erst trichterte die Musiklehrerin den Kindern die DDR-Nationalhymne ein und nach der Wende gab es für Schüler eine 6, welche die neue, die BRD-Nationalhymne nicht singen wollten.

800 000 Lehrer gibt es derzeitig in der Bundesrepublik Deutschland, das sind 800 000 zuviel!

Schule ist derzeit ein Ort, an dem sich die meisten Kinder und Jugendlichen nicht wohlfühlen.

Der Glaube, daß der deutsche Lehrplan für’s Leben notwendig ist, ist unbegründet und falsch. Die meisten Sachen lernt man aus eigener Erfahrung und eigenem freien Willen. Die autoritäre obrigkeitliche deutsche Schule ist nicht etwa zum Lernen da, sondern sie will den Schülern jetzt schon vermitteln (antrainieren), wie sie sich zu verhalten haben, was richtig / falsch / gut / böse ist. Sie will aus den Schülern angepaßte Staatsbürger machen. Deshalb der deutsche Schulzwang!

Dem autoritären Schulsystem, sowohl in der ehemaligen DDR, wie jetzt in der BRD, liegt ein Menschenbild zugrunde, das davon ausgeht, daß Kinder und Jugendliche noch keine vollwertigen Menschen sind, daß sie unfähig seien, über ihr Leben selbst zu bestimmen und deshalb durch Zwang zu ihrem (angeblichen) Glück gebracht werden müßten. Es wird davon ausgegangen, daß junge Menschen ohne Zwang nicht – oder nur Unnützes – lernen würden und sich somit für immer ihre Zukunft verbauen oder gar zu asozialen oder kriminellen Wesen verkommen würden.

Entsprechend ist das deutsche autoritäre Schulsystem von Fremdbestimmung und Bevormundung geprägt. Kinder und Jugendliche müssen zur Schule gehen, egal ob sie wollen oder nicht – es besteht Schulpflicht. Sie müssen das lernen, was andere für wichtig und richtig halten, unabhängig davon, ob sie sich dafür interessieren. Langweiliger Unterricht ist das übliche, spannender Unterricht eher die Ausnahme. In der jetzigen Schule müssen junge Menschen stillsitzen und den Mund halten, es sei denn, sie werden zum Reden aufgefordert. Und sie müssen von Menschen lernen, die sie vielleicht nicht mögen. Lernen heißt in deutschen Schulen meist nicht Begreifen und Erfahren, sondern überwiegend stur Auswendiglernen.

Das Verhältnis zwischen Lehrern und Schülern ist von einem großen Machtgefälle geprägt. Lehrer dürfen Befehle erteilen, und die Schüler müssen gehorchen. Möglichkeiten, sich gegen Ungerechtigkeiten zu wehren, gibt es kaum. Mangels schulinterner Gewaltenteilung – Beschluß, Durchführung und Kontrolle liegen in einer Hand – bekommt der Lehrer (fast) immer recht.

Nach Schätzungen geht 1/3 der Schüler gerne und ohne Probleme zur Schule,
1/3 der Schüler langweilt sich in der Schule, paßt sich an, und kommt ohne großen Schaden durch.
Dem dritten Drittel der Schüler geht es in der Schule mies – und das tagtäglich!

Der freiheitlich gesinnte republikanische Präsidentschaftsbewerber von 1964, Barry Goldwater, hielt von Schulen als Vorbereitung zum späteren Leben nicht viel, eine Anschauung, die in Zeiten kollektivistischer Ganztagserziehung bei uns heutzutage verpönt ist.
 
Barry Goldwater im Hinblick auf die Schulbildung: „In den meisten Fällen kommen die Kinder ganz gut ohne aus.“


Dienstag, 3. Oktober 2017

Briton Rivière (1840 – 1920): Der letzte Löffel

Durch Anklicken kann das Bild vergrößert werden!

Dieses Bild des britischen Malers Briton Rivière (1840 – 1920) mag ich besonders. Das Bild heißt „Der letzte Löffel“.

Das ist so typisch bei artgerechter Tierhaltung, daß, wenn man als Mensch im Beisein der Tiere etwas ißt, alle Tiere darauf warten, etwas abzubekommen. Ich weiß das derzeit besonders bei meinen Hühnern, die mir jeden Bissen in meinen Mund zählen und nur darauf warten, daß sie davon auch etwas abbekommen.

Bei dem Bild von Briton Rivière ist es besonders amüsant, daß jede Menge Tiere auf einen Bissen warten und dies bei einem kleinen Becherchen, welches genüßlich das kleine Mädchen ausschleckt, nicht daran denkend, daß sie damit die Tiere enttäuscht.