Sonntag, 19. November 2017

Die fliegende Merkel

Daß Sie die Kanzlerin Angela Merkel kennen, werte Blogleser, das ist klar; kennen Sie aber auch die „Fliegende Merkel“? Nein? Die "Flying Merkel" (1911–1915) war ein Motorrad des us-amerikanischen Herstellers Merkel in Milwaukee, später Middletown, Ohio.

Flying Merkel, Werbeplakat von 1913


Der deutschstämmige Firmengründer Joseph F. Merkel (1872–1958) konstruierte schon 1902 Einbaumotoren für Motorräder, seit 1903 stellte er eigenständig Motorräder her, mit einem 316-cm³-Einzylindermotor. 1908 fusionierte das Unternehmen mit der „Light Manufacturing and Foundry Company“ in Pottstown. Motorradmodelle trugen nun die Bezeichnung „Merkel-Light“ auf dem Tank.
 
1910 erschien eine erste Zweizylinder-V-Maschine von Merkel, 1911 wurde das Unternehmen von der „Miami Cycle and Manufacturing Company“ von Middletown, Ohio, übernommen. Daraufhin änderte sich die Tankbeschriftung und Ausstattung des Motorrads mit der Beschriftung „Flying Merkel“ und die Lackierung in leuchtendem Orange, später als „Merkel-Orange“ bezeichnet.

Samstag, 18. November 2017

Lustige Tier-Gif´s

Heute mal etwas lustiges: 5 Gif´s mit Tieren!

Vegan schmeckt gut!

Feuer gefällig?

Gierige Menschen müssen den Möwen die Fische nicht weg fressen. Menschen können sich auch gut vegan ernähren! 

Keinen Bock auf eine dumme fette Sau?

Hühnerliebe

Dienstag, 14. November 2017

Die Bilder von Fernand Pelez (1848-1913), Aufruf zum Klassenkampf!

Fernand Pelez, eigentlich Ferdinand Emmanuel Pelez de Cordova (1848-1913), ein Maler der Humanität!

Nach einigen ersten Erfolgen geriet Pelez' künstlerisches Schaffen um 1880 zum finanziellen Desaster, da er nichts verkaufen konnte. Pelez stellte 1896 an der großen jährlich stattfindenden Ausstellung des Salons de Paris sein Bild „L’Humanité“ aus, welches aber bei der Jury wie auch beim bourgeoisen Publikum keine Anerkennung fand. Kein Wunder, denn die bourgeoise Ausbeuterklasse wollte nicht mit dem Elend der von ihnen ausgebeuteten Massen konfrontiert werden. Pelez zog sich nahezu völlig zurück. Er malte weiterhin, weigerte sich aber strikt, seine Bilder auszustellen oder sie zu verkaufen. Mit 70 Jahren starb Fernand Pelez vergessen am 7. August 1913 in Paris.

Pelez' Bilder rufen auch heute noch auf zum Kampf für eine gerechtere Gesellschaft als die kapitalistische Klassengesellschaft, die auf der einen Seite Milliardäre kennt und auf der anderen Seite Obdachlose.







eines der wenigen idyllischen Bilder von Perez
 

Samstag, 11. November 2017

Dr. Gunter Bleibohm und Harald Hoos: Gedanken zur UN-Weltklimakonferenz in Bonn

In Bonn findet zurzeit die UN-Weltklimakonferenz statt. Es ist seit 1995 die 23. Auflage  dieses Illusionstheaters, das Aktivität und Handlungswillen der aktuell verantwortlichen Politiker in den Staaten der Welt demonstrieren und verkünden soll.
Schaut man etwas genauer hin, bekommt das Ganze – wie der Schwabe so schön sagt – ein „Gschmäckle“, scheint doch ein wunderbarer, staatlich steuerfinanzierter weltweiter Konferenztourismus dieses Machwerk anzutreiben oder ist tatsächlich irgendjemand der Auffassung, dass bei ca. 25.000 Teilnehmern, wie dieser Tage in Bonn, was der Bevölkerungszahl einer mittleren Kleinstadt entspricht, von Effizienz und Zielstringenz gesprochen werden kann? Es ist lediglich eine Fortsetzung vorausgegangener Schauveranstaltungen, um das Weltgewissen bis zur nächsten Inszenierung zu sedieren. Der nächste Kongress wird dann wieder mit den markigen Worten eingeläutet werden, dass “man jetzt etwas tun müsse, denn es sei bereits fünf vor zwölf“. Diesen Satz ergänzt dann der nächststehende kluge Kopf, dass „es bereits fünf nach zwölf sei“. Unsinn, Wortblasen und Floskeln ad infinitum!
 
Tatsache ist vielmehr, dass sich seit Anlaufen dieser Konferenzmaschinerie nichts, aber auch gar nichts geändert hat. Die Gletscher schmelzen weiter, der Ozean versauert weiter, die Wälder verschwinden weiter usw., usw. Eine endlose Kette von Versäumnissen, von ökologischen Notfällen, die sich immer schneller zu einer Metakrise auswachsen und die Lebensbedingungen auf unserm Planeten drastisch verschlechtern.
 
 
Und warum ändert sich, von lokalen Minierfolgen abgesehen, nichts, zumindest nichts Entscheidendes, nichts Nachhaltiges, nichts global Wirksames?
 
Die Lösung liegt auf der Hand. Wir haben mehr als 190 Staaten auf dieser Erde. Glaubt irgendjemand allen Ernstes, dass sich diese Staaten, auch wenn es gelingt, ein gemeinsames Ziel zu definieren, an dieses Ziel halten werden? Selbst wenn man den heute handelnden Politikern guten Willen unterstellt, wie sieht es mit der nächsten Regierung aus, wie sieht es mit geänderten ökonomischen Rahmenbedingungen aus, wie sieht es in Krisen- und Kriegsfällen aus? Das Klimaziel wird dann derart unwichtig, uninteressant und Nebensache, dass mal wieder jede Zielvorgabe verfehlt wird; gewöhnlich tritt sogar eine weitere Verschlechterung ein. An Begründungen und Entschuldigungen zur fehlenden Zielerreichung herrscht kein Mangel, Ausreden sind das einzige, was im Überfluss vorhanden ist.
 
Die Organisationstheorie, die Psychologie menschlichen Verhaltens und jegliche Gesetzgebung lehren uns, dass Zielvorgaben, die freiwillig getroffen werden und – was das Wichtigste ist – deren Einhaltung nicht durchgesetzt oder gar sanktioniert werden kann, das Papier nicht wert ist, auf welche man die Vorgaben schreibt. Aber solche Papiere täuschen Aktivität vor, helfen über die nächste Wahl, helfen Spenden zu akquirieren, helfen die Gutgläubigen bei Laune und Zuversicht zu halten und helfen am meisten, den Stab der Unfähigkeit, der Ignoranz und der Vergeblichkeit dieser Komödie an den Nachfolger unbeschadet zu übergeben.
 
Aber all die angeführten Punkte, die beliebig noch ergänzt und erweitert werden können, sind lediglich ein Herumdoktern an Symptomen. Die Ursache der Symptome, die eigentliche tödliche Krankheit des Weltkörpers –Auslöser fast aller umweltschädigenden Faktoren! – wird ausgeblendet, ignoriert, tabuisiert und verschwiegen. Die Kausalität von Ursache und Wirkung fällt der Ignoranz staatlich kastrierten Denkens anheim. Religiöse Vorstellungen und Gebräuche frühantiker Wüstenvölker, konzentriert in den monotheistischen Vorstellungen, vollenden die Lähmung der Vernunft.  Es ist das exponentielle Wachstum der Weltbevölkerung, das für alle Komponenten von Umweltzerstörung - von der Verkarstung der Landschaften, der Vermüllung und Vergiftung der Böden und Meere, von der Versiegelung der Landschaften, vom Rückgang der Artenvielfalt und, und, und … - verantwortlich ist.
 
Man mache es sich klar, dass die Erdbevölkerung jährlich um ca. 80 Millionen Menschen netto anwächst, also täglich um ca. 200.000 Köpfe, die Größenordnung einer aufstrebenden Großstadt! Jeden Tag, Monat für Monat, Jahr für Jahr!
 
Man will es nicht hören, will es nicht wissen, dass dies die Ursache nahezu aller Umweltprobleme ist. Und dann treten verantwortungslose Politiker - um nicht zu sagen bösartig-dumme Politiker - auf, nicht nur in Deutschland, sondern weltweit und fordern höhere Geburtenzahlen.
 
Hat man sich denn schon mal gefragt, was hinter einer derartig abstrusen Forderung steckt?
 
Die Lösung heißt unter anderem: Die einen (z. B. in Deutschland) wollen ihre falsch konstruierten und ineffektiven Sozialsysteme, die anderen (z.B. USA) ihr Wirtschaftssystem, das nur bei Wachstum funktioniert und die dritten (z.B. Türkei) wollen ihre Macht, ihre politische Macht und nicht zuletzt auch ihren religiösen Einfluss (z.B. Vatikan) erhalten. Motive zu Hauf, Motive in jedem Land der Erde, Motive der unredlichsten, kurzsichtigsten, der egoistischsten Art!
 
Dabei ist der Zusammenhang so einfach. Unsere Erde ist ein begrenztes System, ein System von dem jedes Lebewesen seine Lebensressourcen bezieht, ein System, auf dessen Funktionieren das Leben in seiner Gesamtheit basiert. Ist es wirklich so schwer zu verstehen, dass man – um in einem Bilde zu bleiben – in eine Badewanne nicht beliebig viel Wasser einfüllen kann, dass die Aufnahmefähigkeit, die Tragfähigkeit der Erde begrenzt ist und es einen Überlaufpunkt gibt? Oder kann jemand mit einem Gemüseanbau im kleinen Vorgarten seines Einfamilienhauses den Gemüsebedarf aller Bewohner eines Hochhauses stillen?
 
Dies ist die Ursache fast aller Probleme, von denen ein, und wirklich nur ein einziges der Klimawandel ist. Nahezu alle Probleme wären bei einer Erdbevölkerung von 800 Millionen beherrschbar, zumindest aber beherrschbarer, als bei einer Erdbevölkerung von demnächst 8 Milliarden Menschen. Und selbst dann ist ein Ende des Irrsinns noch lange nicht in Sicht!
 
Aber es ist die Tragik des Menschen – und an dieser Tragik gehen die meisten anderen Lebewesen unschuldig durch Menschenschuld mit zu Grunde – dass er nur das macht und machen will, was ihm heute für seine unmittelbare Existenz richtig und wichtig zu sein scheint. Vorausschauendes Denken, antizipatives Denken für Natur, Tierwelt und Menschheit ist ein seltenes Gut und somit den wenigsten der Spezies homo sapiens gegeben.
 
Herzliche Grüße
für pro iure animalis
 
Dr. Gunter Bleibohm und Harald Hoos
 

Mittwoch, 8. November 2017

"Magazin"-Cover zum 50. Jahrestag der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution, nebst Reiner-Schöne-Porträt im Heft


Sehr dezent erwähnte das „Magazin“ in seiner Ausgabe vom November 1967 den 50. Jahrestag der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution, mit einem wie immer gelungenen Coverbild des Grafikers Werner Klemke. Auch da durfte der obligatorische Kater nicht fehlen.

Kurios, daß das Magazin im selben Heft auf drei Seiten den Liedermacher Reiner Schöne vorstellte, da er kurz danach in den Westen abhaute. Von einem Konzert in Westberlin kam er nicht wieder in die DDR zurück. Er gehörte zu den wenigen abgehauenen Ostkünstlern die im Westen Karriere machten. Schöne wurde der Musicalstar „Berger“ in dem Musical „Hair“ (1969) und weiter in dem Musical „Jesus Christ Superstar“(1972), als Jesus Christus.
 


 

Dienstag, 7. November 2017

7. November 2017: 100. Jahrestag des Beginns der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution

Heute, am 7. November 2017, gedenken wir dem 100. Jahrestag des Beginns der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution.

Aus diesem Anlaß habe ich eine Seite aus der DDR-Kinderzeitschrift "Atze" aus dem Jahre 1966 eingescannt, wo in kurzen kindgerechten Sätzen auf den 1967 stattfindenden 50. Jahrestag der Oktoberrevolution aufmerksam gemacht wurde. Daß nun sogar in Rußland im Jahre 2017 der 100. Jahrestag der Oktoberrevolution nicht mal mehr ein Feiertag ist - 2004 abgeschafft - dies hätte man damals nie für möglich gehalten.

Nicht ohne Grund machte die "Atze" auch auf das großartige Revolutionsbuch von Nikolai Ostrowski aufmerksam. "Wie der Stahl gehärtet wurde" zählt auch heute noch zu meinen Lieblingsbüchern.



 
 
 

Freitag, 3. November 2017

Unrechtsstaat Bundesrepublik Deutschland: Der Fall Gurlitt


»Tür aufgebrochen. Zollfahndung Lindau.« Mit diesen knappen Worten beschreibt der alte und kranke Cornelius Gurlitt die dramatischen Ereignisse vom 28. Februar 2012, als deutsche Zollbeamte in seine Münchner Wohnung eindrangen und seine Sammlung aus über 1500 Kunstwerken beschlagnahmten.

Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft: Bei den Bildern, die Gurlitts Vater Hildebrand im Dritten Reich erworben hat, soll es sich größtenteils um NS-Raubkunst handeln. Doch die Wahrheit sieht anders aus. Die Beschlagnahmung der Sammlung war rechtswidrig!

Maurice Philip Remy, siehe obigen Buchtitel, hat den Fall Gurlitt in jahrelanger Recherche aufgearbeitet, den kompletten Nachlaß Hildebrand Gurlitts gesichtet und als Quelle herangezogen. In diesem Buch präsentiert er seine Ergebnisse:

Der leidenschaftliche Kunsthändler Hildebrand Gurlitt war sicher kein Nazi und Kunsträuber. Der Vorwurf, er habe sich an der Not der jüdischen Mitbürger bereichert und Kunstwerke für Parteigrößen der NSDAP besorgt, ist mit Remys Buch nicht mehr aufrechtzuerhalten. In diesem Licht wird die Verfolgung seines Sohnes Cornelius Gurlitt durch die Behörden zu krassem Unrecht. Remy weist auf der Basis der Ermittlungsakten nach, daß die Durchsuchung der Wohnung Gurlitts in Schwabing und die Beschlagnahmung der Sammlung rechtswidrig war.

1224 Werke, die man in Gurlitts Münchner Wohnung, 239 Werke, die man in seinem Refugium in Salzburg konfisziert hat. 34 Arbeiten, die aus dem Nachlaß stammen. 507 Werke, die von vornherein unbelastet waren, weil sie aus dem Gurlittschen Familienbesitz stammen. Eindeutig identifiziert als Raubgut sind gerade mal fünf!!!!!
 
Der von Deutschland um sein Eigentum gebrachte Cornelius Gurlitt hatte, obwohl er alt und krank war, die gute Idee ein Testament zu machen, wo er die Schweizer Stiftung Berner Kunstmuseum als Erbin seiner Sammlung einsetzte und wo er damit dem Unrechtsstaat Bundesrepublik Deutschland ein Schnippchen schlug.

Es war die Augsburger Staatsanwaltschaft, die die Sammlung von Cornelius Gurlitt wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung beschlagnahmen hat lassen - ein bedenklicher Fall von amtlicher Maßlosigkeit. Die Beschlagnahmung war typisch deutsche Behördenwillkür und so einem Schandland sollte man nichts vererben.

Um die Beschlagnahmung zu legitimieren, mußte die Lüge her, auf ein Verlies gehorteten Raubguts gestoßen zu sein.
Cornelius Gurlitt ist tot. Er wurde geradezu von Deutschland in den Tod getrieben, da er die Aufregungen und die mediale Hetze nicht aushielt.

Ihm wurde übel mitgespielt, dem geistig klaren alten Herrn wurde ein Betreuer zugeteilt, ein probates Mittel um einen Bürger seiner bürgerlichen Rechte zu berauben und ihn zu entmündigen, so wie man es mit hunderttausenden Deutschen macht, die aber nicht in die Schlagzeilen kommen.

Hat nun aber Deutschland sich an das Testament des Cornelis Gurlitt gehalten? Nur einen Teil der Bilder gab man an die Schweizer, einen anderen Teil behielt man bisher und der ist in neuerdings in einer Ausstellung in Bonn in der Bundeskunsthalle zu sehen. Diese Frechheit schreit zum Himmel, weil damit der Wille des verstorbenen Eigentümers mit Füßen getreten wird - Unrechtsstaat Bundesrepublik Deutschland.

PS in punkto NS-Raubkunst:

Ja, die Nazis raubten Kunst, aber die Amerikaner und Russen raubten nach dem 2. Weltkrieg noch viel mehr Kunst aus dem besiegten Deutschland. Davon spricht man nicht, aber man reagiert geradezu hysterisch beim Thema NS-Raubkunst und dies nicht etwa von Seiten der Ausländer, sondern die Deutschen selber sind es, die dieser angeblichen political-correctness-Hysterie frönen. Widerlich!